20 Jahre Förderverein der Kirche zu Ulsnis

Es begann im Jahre 1998: Auf Initiative von Angela Jürgensen wird im Pastorat in Ulsnis ein Orgelbauverein gegründet. Die historisch bedeutsame Orgel unserer Kirche ist restaurierungsbedürftig. 54 Bürger*innen der Gemeinden Ulsnis und Steinfeld werden Mitglieder dieser Initiative und 2005, nachdem keine Verbindlichkeiten aus der Restaurierung mehr bestehen, wird die Vereinstätigkeit abgeschlossen.

Viele Mitglieder aber wollen weiterhin die Kirchengemeinde beim Erhalt der historischen Anlage von Kirche und Glockenturm unterstützen und im folgenden Jahr kommt es zur Gründung des »Fördervereins der Kirche zu Ulsnis«. 20 Jahre nach seiner Gründung hat der Verein mehr als 70 Mitglieder und kann auf eine Vielzahl erfolgreich abgeschlossener Projekte zurückblicken:

  1. Glockenturm öffentlich begehbar gestaltet
  2. Anschaffung einer Lautsprecheranlage in der Kirche
  3. Wiedererlangung und Restaurierung des gotischen Kruzifixes von 1240
  4. HochzeitsstĂĽhle restauriert
  5. Beitrag zur Sanierung von Dachreiter und Turmuhr
  6. Beitrag zur Herstellung einer behindertengerechten Toilette mit Handlauf zu derselben
  7. Restaurierung historischer Gräber und Aufstellen der Grabplatten an der ehemaligen Leichenhalle
  8. Wiederherstellung des Steinwalls am Pastorat
  9. Kauf von Podesten
  10. Schaffung eines zweiten Toilettenraumes
  11. Erneuerung der Bänke am Glockenturm
  12. Anschaffung eines E-Pianos
  13. Beitrag fĂĽr die Stele auf dem Urnenfriedhof
  14. Kauf und Pflanzung neuer Eichen am Friedhof
  15. Anschaffung neuer Paramente fĂĽr Altar und Kanzel
  16. Aufstellen von GieĂźkannenhalterungen

Auf der diesjährigen Jahreshauptversammlung wurde der Wunsch nach einer zusätzlichen Bank für den Friedhof geäußert. Dazu hatte ein Mitglied eine schöne Idee: Der Förderverein wird handgedrechselte Eier aus verschiedenen Hölzern bei den Veranstaltungen in der Kirche anbieten und damit die Bank finanzieren. Wir beginnen damit am 14. März bei dem Gospelkonzert.

Sie sehen zwei Männer und vier Frauen mit Holzostereiern in der Hand in die Kamera lächeln.
Von links: Birgit Johannsen, Marion Ingwersen, Eveline Barck, Karin Jacobsen, Dr. Gunther Diehl und Richard Krohn

Vieles wäre nicht möglich gewesen ohne die zahlreichen Sach– und Geldspenden, die wir erhalten haben. Und vieles wäre auch nicht möglich gewesen ohne die aktive Mitarbeit unserer Mitglieder. Ihnen allen gilt unser Dank. Ich persönlich bedanke mich auch bei meinen Kolleginnen und Kollegen im Vorstand für die gute Zusammenarbeit. Über neue, weitere Mitglieder würden wir uns selbstverständlich freuen.
Richard Krohn

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Literarischer Bilderbogen

Unter dem vielversprechenden Titel »…die weiteren Aussichten: überwiegend heiter!« lud der Kulturausschuss der Gemeinde zur inzwischen dritten Neujahrslesung mit Dr. Gunther Diehl ein, die den Blick bewusst nach vorn richtete – hoffnungsvoll, zuversichtlich und mit einem feinen Augenzwinkern. Gerade in einer Zeit, in der politische und gesellschaftliche Entwicklungen oft Anlass zur Sorge geben, setzte dieser Abend ein wohltuendes Zeichen: Mut schöpfen, innehalten und die heiteren Seiten des Lebens nicht aus dem Blick verlieren.

Mit großer Pointiertheit und sprachlicher Präzision präsentierte Dr. Diehl ausgewählte lyrische Texte, die in erstaunlicher Weise unser heutiges Empfinden widerspiegeln. Es war beeindruckend zu erleben, wie zeitlos und universell Lyrik sein kann – wie Worte, vor über hundert Jahren verfasst, das Lebensgefühl unserer Gegenwart auf den Punkt bringen.

Als Meister des Vortrags verstand es Dr. Diehl erneut, sein Publikum zu fesseln. Mit feinem Gespür für Rhythmus, Klang und Nuancen entfachte er ein sprachliches Feuerwerk und erweckte die Texte zum Leben. Zwischen Nachdenklichkeit und Leichtigkeit spannte sich ein weiter Bogen, der – passend zum nahenden Frühling – Zuversicht verbreitete und ein Lächeln ins Gesicht zauberte.

Ein Abend, der eindrucksvoll bewies: Die weiteren Aussichten sind vielleicht nicht wolkenlos – aber doch überwiegend heiter. Danke Gunther!

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Lesung mit Dr. Gunther Diehl im Pastorat

[8. März 2025] Die Lesung war als literarische Promenade entlang ausgewählter Texte deutschsprachiger Autorinnen angelegt. »Mit ausgestreckten Ohren lauschte1«  das Publikum teilweise atemlos dem Vortrag von Gunther Diehl, der seine Zuhörerschaft mit seiner Gabe vorzulesen erneut begeisterte. Das »Schöne« sehen und hören war das heimliche Motto des Abends, abschalten und eintauchen in die Welt der Lyrik.
1Aus »Das verborgene Wort« von Ulla Hahn

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Neujahrslesung im Gasthaus Schmidt

[16. Januar 2025] Nach der positiven Resonanz auf die letztjährige Lesung zum neuen Jahr, erklärte sich der VOR-LESER Dr. Gunther Diehl bereit, den Veranstaltungsreigen der Gemeinde auch in diesem Jahr mit einem literarischen Bilderbogen zu eröffnen. Unter dem Titel: »...so treten wir ins neue Jahr getrosten Mut(h)es ein...«* trug Dr. Gunther Diehl wieder besinnliche sowie heitere literarische Texte und Gedichte vor. Seine Auswahl versteht er als Denkanstöße im Hinblick auf unsere Sicht auf die Welt. »Keine leichten Zeiten...«, wie er anmerkt. »Literarische Texte können uns andere Sichtweisen auf die Welt und darauf, wie wir in ihr leben, eröffnen und uns Dinge vielleicht aus einer anderen Perspektive betrachten lassen, wenn wir uns darauf einlassen möchten.« »Wenn wir lesen, oder eben, wenn uns vorgelesen wird, nehmen wir uns die Zeit, wirklich zuzuhören, eine positive Nebenwirkung des Lesens.« Dr. Gunther Diehl zog seine Zuhörerschaft vom ersten Moment an in seinen Bann und es war wieder ein Genuss, ihm zuzuhören. Vielen Dank!

* aus »Simples Neujahrslied« von Ludwig Eichrodt

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Lesung mit Dr. Gunther Diehl, Foto: C. Goedecke

»Literarischer Bilderbogen«
– Lesung mit Dr. Gunther Diehl

Der Vorsaal im Gasthaus Schmidt war am 26. Januar 2024 bis auf den letzten Platz besetzt. Mit Spannung erwarteten die anwesenden Literaturfreunde die erste Lesung von Dr. Gunther Diehl und wurden nicht enttäuscht. Unter dem Motto »… neu soll unsere Hoffnung sein…« spannte Dr. Diehl einen stimmungsvollen Bogen mit zwölf literarischen Leckerbissen, einen fĂĽr jeden Monat des neuen Jahres, umrandet mit einer Einstimmung, ein zeitloses Rezept von Catharina Elisabeth Goethe (1731 bis 1808) »Man nehme« und einem wunderbaren Ausklang, dem »Irischen Reise–Segen« (Anonym). Gebannt lauschten die Gäste dem Vortrag von Dr. Diehl von der ersten bis zur letzen Silbe und waren sich einig, dass diese wunderbare Veranstaltung eine Fortsetzung sucht! Initiert wurde die Lesung von Birgit Kiehn–Schmeling (Kulturausschuss der Gemeinde). Die GruĂźworte sprach unsere stellvertretende BĂĽrgermeisterin Hanna Schulze.

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