Radtour am 17. Mai

Der Umwelt- und Kulturausschuss hatte zur gemeinsamen Radtour eingeladen – und rund 20 gut gelaunte Teilnehmerinnen und Teilnehmer schwangen sich auf ihre Fahrräder. Ob mit klassischem Drahtesel oder mit E-Bike-Unterstützung: Auf der rund 14 Kilometer langen Strecke durch die schöne Ulsnisser Landschaft stand vor allem eines im Mittelpunkt – die Freude am gemeinsamen Erkunden.

Die Tour führte vorbei an historisch interessanten Orten und bot immer wieder spannende Einblicke in die Geschichte der Region. Ein besonderes Highlight war die eindrucksvolle Kirchenführung durch Johanna Heyland, die mit viel Wissen und Begeisterung die Geschichte und Besonderheiten der Kirche näherbrachte. Für eine gelungene Überraschung sorgte außerdem Jürgen Jacobsen, der spontan eine Führung über Gut Heselgaard übernahm. Mit lebendigen Erzählungen und interessanten Details machte er den Halt zu einem weiteren Höhepunkt der Tour. Nach so vielen Eindrücken durfte natürlich auch eine Stärkung nicht fehlen: Am Badestrand von Gunneby wartete eine liebevoll vorbereitete Kaffeetafel mit Kaffee und Kuchen auf die Radlerinnen und Radler. Ein herzlicher Dank gilt Anna Hansen und Christine Hansen, die mit ihrem Einsatz für einen perfekten Pausenstop auf der Tour sorgten. Die Idee zu dieser gelungenen Veranstaltung stammt von Birgit Kiehn-Schmeling und Hanna Schulze, unterstützt von Birgit Johannsen. Die durchweg fröhliche Stimmung zeigte deutlich: Diese Radtour war nicht nur eine Fahrt durch die schöne Landschaft, sondern auch ein schönes Gemeinschaftserlebnis, bei dem man so das eine oder andere historisch interessante Detail erfahren konnte! Für alle, die noch einmal nachlesen möchten, empfehlen wir einen Blick in die Chronik von Ulsnis. Die Sage von der Auswanderung »Angelntreck«  ist besonders spannend!
Impressionen:
Fotos Hanna Schulze und Birgit Kiehn-Schmeling

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Traumhafte Aussicht(en)

In Ulsnis gibt es ab sofort einen neuen Lieblingsplatz für Naturfreunde: Am Wanderweg Dreispitz wurde eine Vogelbeobachtungsplattform eingeweiht – und die macht ihrem Namen alle Ehre. Von hier aus eröffnet sich ein weiter, ruhiger Blick über das Gunnebyer Noor, wo sich Himmel, Wasser und Schilf zu einer echten Postkartenkulisse verbinden.

Doch die Plattform bietet mehr als nur schöne Aussichten. Sie lädt dazu ein, genauer hinzusehen: Wasservögel beobachten, die Stille genießen und ganz nebenbei ein Gespür dafür entwickeln, wie wertvoll solche Lebensräume sind. Genau das ist auch die Idee hinter dem Projekt – Naturschutz nicht nur zu erklären, sondern erlebbar zu machen.

Gebaut wurde die Plattform – wie schon die Fahrradunterstände in der Gemeinde – von der Zimmerei Eckhard Feldmann. Unterstützung kam vom Naturpark Schlei sowie vom Land Schleswig-Holstein, die solche Projekte gezielt fördern.

So steht die neue Plattform sinnbildlich für »Traumhafte Aussicht(en)«: Sie schenkt beeindruckende Ausblicke – und eröffnet gleichzeitig neue Perspektiven auf Natur und ihren Schutz. Ein Ort, der zeigt, wie nah Erholung und Verantwortung beieinanderliegen können.

 

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Allzeit gute Fahrt »ULSTEIN«!

Am 25. April um 11 Uhr war es soweit, der Schlei Bootsclub Ulsnis–Steinfeld feierte die Anschaffung eines neuen vereinseigenen Arbeits– und Rettungsbootes mit einer stilvollen Bootstaufe. Mitglieder der umliegenden freiwilligen Feuerwehren und Seenotretter aus Schleswig waren ebenfalls vor Ort. Nach der feierlichen Schlüsselübergabe an die Wehrführer der freiwillgen Feuerwehren Ulsnis und Steinfeld lud der SBC zu Grillwurst und einem kühlen Getränk ein.

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Neuer Selfie-Hotspot im Norden

Die erste offizielle Selfie-Station der Region ist in Hestoft eröffnet worden, und sie hat es in sich. Das Kunstwerk mit dem Titel »Fahrrad trifft Pyramide« stammt von niemand Geringerem als dem Eisenkünstler Andi Feldmann und seinem Kollegen Marco Strahl. Ihr Material: ausgediente Fahrradteile, ehrwürdiger Drahteselschrott und vermutlich eine gute Portion Fantasie. Das Ergebnis: eine Skulptur mit integrierter Smartphonehalterung für die Urlauber von heute. Kunst trifft Nutzen – und zwar frontal. Das Ganze steht hier.

Die Idee zu diesem ungewöhnlichen Fotospot entstand im Rahmen der aktuellen Zertifizierung der Ostseefjord Schlei GmbH zur Radreiseregion. Hier geht’s zur Pressemitteilung!

Während man beim Riesen von Ulsnis noch ehrfürchtig den Kopf in den Nacken legen musste, um das Kunstwerk zu würdigen, dreht sich in Hestoft nun alles um die perfekte Perspektive auf Augenhöhe. Statt Nackenstarre gibt es hier entspanntes Lächeln vor der malerischen Kulisse der Schlei – inklusive Selbstauslöser.

Dieser Selfiepoint ist erst der Anfang. Insgesamt vier dieser kreativen Haltepunkte sollen entlang beliebter Fahrradrouten rund um die Schlei entstehen. Man darf also gespannt sein, welche weiteren Kunstwerke künftig nicht nur die Landschaft verschönern, sondern auch die heimischen Fotoalben aufwerten.
Fotos mit freundlicher Genehmigung von Uwe Wallenstein

 

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20 Jahre Förderverein der Kirche zu Ulsnis

Es begann im Jahre 1998: Auf Initiative von Angela Jürgensen wird im Pastorat in Ulsnis ein Orgelbauverein gegründet. Die historisch bedeutsame Orgel unserer Kirche ist restaurierungsbedürftig. 54 Bürger*innen der Gemeinden Ulsnis und Steinfeld werden Mitglieder dieser Initiative und 2005, nachdem keine Verbindlichkeiten aus der Restaurierung mehr bestehen, wird die Vereinstätigkeit abgeschlossen.

Viele Mitglieder aber wollen weiterhin die Kirchengemeinde beim Erhalt der historischen Anlage von Kirche und Glockenturm unterstützen und im folgenden Jahr kommt es zur Gründung des »Fördervereins der Kirche zu Ulsnis«. 20 Jahre nach seiner Gründung hat der Verein mehr als 70 Mitglieder und kann auf eine Vielzahl erfolgreich abgeschlossener Projekte zurückblicken:

  1. Glockenturm öffentlich begehbar gestaltet
  2. Anschaffung einer Lautsprecheranlage in der Kirche
  3. Wiedererlangung und Restaurierung des gotischen Kruzifixes von 1240
  4. Hochzeitsstühle restauriert
  5. Beitrag zur Sanierung von Dachreiter und Turmuhr
  6. Beitrag zur Herstellung einer behindertengerechten Toilette mit Handlauf zu derselben
  7. Restaurierung historischer Gräber und Aufstellen der Grabplatten an der ehemaligen Leichenhalle
  8. Wiederherstellung des Steinwalls am Pastorat
  9. Kauf von Podesten
  10. Schaffung eines zweiten Toilettenraumes
  11. Erneuerung der Bänke am Glockenturm
  12. Anschaffung eines E-Pianos
  13. Beitrag für die Stele auf dem Urnenfriedhof
  14. Kauf und Pflanzung neuer Eichen am Friedhof
  15. Anschaffung neuer Paramente für Altar und Kanzel
  16. Aufstellen von Gießkannenhalterungen

Auf der diesjährigen Jahreshauptversammlung wurde der Wunsch nach einer zusätzlichen Bank für den Friedhof geäußert. Dazu hatte ein Mitglied eine schöne Idee: Der Förderverein wird handgedrechselte Eier aus verschiedenen Hölzern bei den Veranstaltungen in der Kirche anbieten und damit die Bank finanzieren. Wir beginnen damit am 14. März bei dem Gospelkonzert.

Sie sehen zwei Männer und vier Frauen mit Holzostereiern in der Hand in die Kamera lächeln.
Von links: Birgit Johannsen, Marion Ingwersen, Eveline Barck, Karin Jacobsen, Dr. Gunther Diehl und Richard Krohn

Vieles wäre nicht möglich gewesen ohne die zahlreichen Sach– und Geldspenden, die wir erhalten haben. Und vieles wäre auch nicht möglich gewesen ohne die aktive Mitarbeit unserer Mitglieder. Ihnen allen gilt unser Dank. Ich persönlich bedanke mich auch bei meinen Kolleginnen und Kollegen im Vorstand für die gute Zusammenarbeit. Über neue, weitere Mitglieder würden wir uns selbstverständlich freuen.
Richard Krohn

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Literarischer Bilderbogen

Unter dem vielversprechenden Titel »…die weiteren Aussichten: überwiegend heiter!« lud der Kulturausschuss der Gemeinde zur inzwischen dritten Neujahrslesung mit Dr. Gunther Diehl ein, die den Blick bewusst nach vorn richtete – hoffnungsvoll, zuversichtlich und mit einem feinen Augenzwinkern. Gerade in einer Zeit, in der politische und gesellschaftliche Entwicklungen oft Anlass zur Sorge geben, setzte dieser Abend ein wohltuendes Zeichen: Mut schöpfen, innehalten und die heiteren Seiten des Lebens nicht aus dem Blick verlieren.

Mit großer Pointiertheit und sprachlicher Präzision präsentierte Dr. Diehl ausgewählte lyrische Texte, die in erstaunlicher Weise unser heutiges Empfinden widerspiegeln. Es war beeindruckend zu erleben, wie zeitlos und universell Lyrik sein kann – wie Worte, vor über hundert Jahren verfasst, das Lebensgefühl unserer Gegenwart auf den Punkt bringen.

Als Meister des Vortrags verstand es Dr. Diehl erneut, sein Publikum zu fesseln. Mit feinem Gespür für Rhythmus, Klang und Nuancen entfachte er ein sprachliches Feuerwerk und erweckte die Texte zum Leben. Zwischen Nachdenklichkeit und Leichtigkeit spannte sich ein weiter Bogen, der – passend zum nahenden Frühling – Zuversicht verbreitete und ein Lächeln ins Gesicht zauberte.

Ein Abend, der eindrucksvoll bewies: Die weiteren Aussichten sind vielleicht nicht wolkenlos – aber doch überwiegend heiter. Danke Gunther!

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Wildes Patagonien – ein Reisebericht

Trotz Kälte und parallel laufendem Handballspiel ließ sich das Publikum nicht abschrecken: Rund 30 Zuhörer fanden sich zum Reisevortrag von Joachim Spengler über Patagonien ein – und wurden reich belohnt. Ein gut platzierter Zeitungsartikel in der SH:Z hatte im Vorfeld ganze Arbeit geleistet, sodass viele Gäste sogar aus den umliegenden Gemeinden zugegen waren. Offenbar hatte Patagonien an diesem Abend eindeutig Vorrang vor Sofa und Sportschau.

Joachim Spengler nahm sein Publikum mit auf eine ebenso lebendige wie kenntnisreiche Reise ans andere Ende der Welt. Neben beeindruckenden Eindrücken von Landschaft und Wanderungen würzte er seinen Vortrag mit spannenden Hintergrundinfos über Argentinien. Kleine Aha-Momente inklusive: Wussten Sie zum Beispiel, dass Sky Dumont argentinische Wurzeln hat? Solche Details sorgten immer wieder erstaunte Blicke. Ein ganz besonderer Gänsehautmoment entstand, als Spengler originale Holzstücke des Schiffes »Feuerland« präsentierte – gebaut 1927 in Bremen für eine Feuerlandexpedition, später in Flensburg abgewrackt. Dass er sich einige dieser geschichtsträchtigen »Souvenirs« sichern konnte, machte Geschichte plötzlich greifbar.

Nach dem offiziellen Teil war dann noch lange nicht Schluss. Bei Fragen zu den Wanderungen entwickelte sich ein reger, fast schon gemütlicher Austausch zwischen Referent und Publikum. Erfahrungen wurden geteilt, Anekdoten ausgetauscht und neue Reiselust geweckt. Die Gespräche waren so spannend, dass niemand so recht den Heimweg antreten wollte – ein ziemlich sicheres Zeichen dafür, dass dieser Patagonien-Abend noch lange nachwirken wird.
Fotos: Hanna Schulze

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