Rezeptmediathek

Ulsnisser Kochbuch

Hier entseht eine digitale Rezeptsammlung mit traditionellen norddeutschen Rezepten und ihren Geschichten. Einige Gerichte haben sich seit 100 Jahren kaum verändert und andere haben sich dem Zeitgeschmack angepasst. Kulturgeschichte kulinarisch. Wir wollen Sie zusammentragen, nachkochen und vielleicht auch einige aufpeppen. Eine Gemeinschaftsarbeit der Ulsnisser für Ulsnisser und interessierte Gäste. Essen hält Leib und Seele zusammen und erzählt auch viele Geschichten über die Menschen die hier leben. Beteiligen Sie sich gerne! Beiträge bitte an die Redaktion.

Rezepte des Monats

Angeliter Rübenmus

Download durch Mausklick auf das SymbolDer deftige Eintopf mit Kochwurst, wahlweise Schweinebacke und Kasseler ist auch als Rübenmalheur bekannt.

Sie sind mal grün, mal gelb, manchmal aber auch rot. Sie kamen aus Skandinavien und bewahrten die norddeutschen Bauern vor manch großer Hungersnot. Die Rede ist von der Steckrübe, gerne auch nach ihrem vermeintlichen Heimatland »Schwedische Rübe« benannt. Woher das beliebte Gemüse jedoch wirklich stammt, ist bis heute ungeklärt.

Wenn es in Schleswig-Holstein zunehmend ungemütlicher wird, kommt Herzhaftes auf den Tisch. Das landestypische Traditionsgericht Rübenmus ist mindestens genauso lecker wie Grünkohl und dank Kochwurst, Kassler und Schweinebacke auch mindestens so nahrhaft.

 Angeliter Apfelbrötchen von Betty Audersch aus Ulsnis

Download durch Mausklick auf das SymbolHerbstzeit ist Apfelzeit!

Mitten in Angeln, Deutschlands nordöstlichstem Zipfel in leicht hügeliger Grundmoränenlandschaft befindet sich das Obstmuseum in Winderatt. Von hier sollen die Angeln und die Sachsen im 4. bis 5. Jahrhundert n. Chr. nach England ausgewandert sein. Gut 700 verschiedene Apfelsorten, ca. 130 Birnensorten, dazu Steinobst und Mispeln gedeihen hier geschützt hinter Knicks auf einer ehemaligen Hauskoppel, auf der früher Kälber weideten.

Wie in einer Arche sammelt Meinolf Hammerschmidt hier alte Obstsorten. Angefangen hat alles mit einem Angelner Herrenapfel, von dem es weit und breit nur einen ca. 150 Jahre alten Baum gab. Inzwischen hat er viele junge Bäume dieses sehr wohlschmeckenden duftenden Apfels »unter die Leute gebracht«. Viele andere, selten gewordene oder fast vergessene Apfelsorten wie der »Schaalbyer Rosen«, »Prinzenapfel« oder »Zwiebelborsdodrfer« haben hier wieder ihren Platz gefunden.

»Annelieses Wilder« ist vermutlich irgendwo im Knick aus einem weggeworfenen Kernhaus gewachsen. Nach Personen oder Familien sind auch der »Jessenapfel«, »Gretapfel«, »Iversenapfel« oder »Johannsens Roter Herbstapfel« benannt. Der letztgenannte, ein köstlich saftiger Tafelapfel, ließ sich unter diesem Namen nur schwer vermarkten und wurde von den klugen Vierländer Bauern oder der anspruchsvollen Hamburger Kundschaft kurzum in »Ruhm von Kirchwerder« umbenannt.
Viele Sorten kamen in früheren Jahrhunderten aus anderen Regionen in den Norden, wie man unschwer an ihren Namen erkennen kann. »Pontoise« (Frankreich), »Boskoop«, (Holland), »Bath« (England), »Herrnhut« (Sachsen). Wenn die Aussprache schwierig wurde, passte man sie der jeweiligen Region und ihrer Mundart einfach an.

 

 Birnen im Teig von Annegret Hansen aus Gunneby

Download durch Mausklick auf das SymbolMit Birnen genießt man eine sehr alte, seit Jahrtausenden bekannte Frucht. Den Ursprung der Kulturbirne vermutet man im Kaukasus oder in Anatolien, wo sie sich wohl aus zwei Wildarten entwickelt hat. Vor allem die Römer waren begeisterte Züchter, sie unterschieden bis zu 40 Sorten. In Mitteleuropa war der Anbau vor allem Sache der Klöster. Der französische Sonnenkönig XIV. verhalf der Birne in seiner Residenz in Versailles zu ihrer ersten großen Blüte, wovon heute noch einige Birnenbäume in seinem Garten zeugen. Schließlich machte die Birne hierzulande große Karriere – bis hin zum Einzug in die deutsche Dichtung. Dort stehen sie bei Herrn Ribbeck zu Ribbeck im Havelland…

 

 

Suppen

Biersuppe mit Brot von Anna Bundsen 1910

Brotsuppe von Marie Ohl 1905

Aalsuppe

Gemüsesuppe mit Gemüse aus dem Garten
Hühnersuppe mit Kerbel von Elfriede Petersen 1928
Kartoffelsuppe
Klostersuppe
Knoblauchcremesuppe
Lauchsuppe
Milchsuppe mit Kartoffelmehl
Reissuppe mit Milch
Schwarzsauer nach einem Rezept von 1905
Spinatsuppe von Marie Petersen 1940

Fischgerichte

Schleie in Dill - Schlie in Gurkenkraut

Heringe nach Holmer Art

Heringssalat

Matjessalat nach Ulsnisser Art

Gefüllter Fischbraten von Anna Hinrichsen 1891

Fischpfannkuchen

Fischhackbraten

Fisch auf Apfelbett

Bratheringe in Tomatensauce

 

Geflügelgerichte

Bunter Hühnersalat

Gänsebraten

Fleischgerichte

Schnüsch von Annegret Hansen aus Gunneby

Früher gab es weder Tiefkühlprodukte noch war Kohlrabi als Gemüse bekannt. Schnüsch oder Schnüüsch ist ein gutes Beispiel dafür, wie traditionelle Gerichte mit der Zeit abgewandelt wurden und werden. Einfach mal ausprobieren und kreativ sein!

Birne im Teig von Annegret Hansen aus Gunneby

Vegetarische Gerichte

Quarkbratlinge

Mehlpütt

Kartoffelpuffer

Dessert

Rote Grütze

Dänisches Apfelkompott mit Schwarzbrot

Apfelpfannkuchen

Apfelgrütze

Blitzeis

Gebackene Fliederblüten

Fliederbeersuppe mit Griesklößchen

Holundermilch - Kaltschale

Kaffeegelee von Elfriede Petersen

Rosenschaum von Ilse Hansen


Rumcreme nach einem Rezept von 1879
Zimtcreme

Kuchen und Torten

Flüssiges